Beschreibung: Die Niederungsburg Liebstedt, 876 das erste Mal erwähnt und ab 1331 den Mönchsrittern des Deutschen Ritterordens gehörig, ist ein hervorragender Zeuge des Mittelalters im thüringischen und europäischen Raum. Die Mönchsritterorden entstanden zur Zeit der Kreuzzüge in Palästina, später wirkten sie in ganz Europa. Die Komturei Liebstedt, als Sitz des Verwaltungsbezirks, bestand aus Wohn- und wirtschaftsgebäuden, Kirche und Hospital. Am 24. April 1809 erklärte Napoleon den Orden für aufgelöst, aber erst 1815 ging der Besitz an den Großherzog von Sachsen-Weimar-Eisenach. Von 1815 bis 1991 wurde die Burganlage als Gutshof betrieben. Seitdem ist sie im Besitz der LEG Thüringen mbH und er Verein "Ordensburg-Gilde e.V." nutzt die Burg für Tourismus, Bildung und Begegnung im Weimarer Land. Die Besonderheiten ergeben si9ch aus der einmaligen, wertvollen historischen Substanz der Burg an der mittelalterlichen Kupferstraße, die vom Mansfelder Land nach Nürnberg führte. Am Torhaus konnte Backsteingotik, erstmals in Thüringen, nachgewiesen werden. |